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Gestapelte Stahlrohre bilden das Waterline Monument von Gijs Van Vaerenbergh

Hunderte von gestapelten, verwitterten Stahlrohren bilden dieses gewölbte Denkmal im Laagraven Park, Utrecht, das vom Architektur- und Kunststudio Gijs Van Vaerenbergh entworfen wurde.


Das Waterline Monument wurde geschaffen, um zu feiern, dass die New Dutch Waterline im Jahr 2021 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Das Waterline Monument ist ein Stahlrohrdenkmal, das von Gijs Van Vaerenbergh entworfen wurde

Die New Dutch Waterline war von 1815 bis 1940 in Betrieb und war ein Verteidigungssystem aus Kanälen, Festungen und Bunkern, das es ermöglichte, Landgebiete strategisch zu überfluten, um sie im Falle einer Invasion unzugänglich zu machen.

Das Gebiet, das sich von Muiden außerhalb von Amsterdam bis hinunter zum heutigen Biesbosch-Nationalpark in der Nähe von Rotterdam erstreckt, hat sich seitdem zu einer beliebten Rad- und Wanderroute entwickelt, wobei viele seiner Festungen, Bunker und Schleusen noch intakt sind.

Waterline Monument Gestapelte Stahlrohre werden horizontal verlegt
Die Installation wurde aus Hunderten von verwitterten Stahlrohren konstruiert

Gijs Van Vaerenbergh betrachtete diese historischen Strukturen als entscheidend für das „kollektive Gedächtnis“ der Gegend. Für die Gestaltung des Denkmals abstrahierte das Studio die Form einer der vielen Schleusen entlang der Strecke mit einem geschweißten Stapel aus Metallrohren.

„Durch die Darstellung des Schlosses in seiner wesentlichen Form, also drei Bogenöffnungen quer zur Blickrichtung, verschiebt sich das Bild von einem Schloss zu einem (Eingangs-)Tor“, so das Studio.

„Da die Skulptur oben auf dem Hang steht, erinnert sie auch an einen Triumphbogen. Das Spiel mit der Wiedererkennbarkeit dieser unterschiedlichen Formen verleiht der Arbeit mehrdeutige Bedeutungen“, heißt es weiter.

Aus der Ferne soll das Denkmal als solide Struktur erscheinen, ähnlich wie viele andere, die entlang der Route der New Dutch Waterline verstreut sind.

Bei Annäherung jedoch führen die unterschiedlichen Rohrlängen und ihre Hohlformen dazu, dass sich diese zunächst solide Erscheinung bei der Bewegung des Besuchers „auflöst“.

Stahlrohre bilden Bögen am Waterline Monument
Stahlrohre haben unterschiedliche Längen

„Die Arbeit präsentiert sich immer als massiver Röhrenstapel, außer wenn Besucher daran vorbeigehen. Der Blick geht dann nicht nur durch die Bögen des Tors, sondern auch durch die Röhren selbst“, so das Studio.

„Für einen kurzen Moment löst sich das Bild auf, das Kunstwerk wird teilweise transparent. Dadurch entsteht ein besonderer, schwer fassbarer Moment des Staunens und eine neue Wahrnehmung von Räumlichkeit“, heißt es weiter.

Stahlrohre werden übereinander gestapelt
Von bestimmten Punkten aus sieht das Waterline Monument aus, als wäre es solide

Die Strukturen entlang der New Dutch Waterline waren Schauplatz vieler früherer architektonischer Eingriffe.

Das belgische Studio B-ILD baute einen ehemaligen Bunker in ein winziges Ferienhaus um, und RAAAF und Atelier de Lyon schufen eine skulpturale Besucherattraktion, indem sie einen Bunker in der Mitte durchtrennten, um einen Weg durch sein Inneres zu schaffen.

Die Fotografie stammt von Johnny Umans.

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