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Berliner Bürger schlagen Gesetz vor, um Autos aus der Innenstadt zu verbannen

Berlins Zentrum könnte nach einer von 50.000 Bürgern unterstützten Kampagne zum größten autofreien Stadtgebiet der Welt werden.


Die Aktionsgruppe Berlin Autofrei hat ein Gesetz vorgeschlagen, um die private Pkw-Nutzung auf der Ringbahnstrecke in der deutschen Hauptstadt, einem Gebiet von 34 Quadratmeilen, einzuschränken.

Die Stadtregierung wird die Petition nun offiziell prüfen, eine Entscheidung soll im Februar bekannt gegeben werden.

Im Erfolgsfall würde das Gesetz die Fahrzeugnutzung auf Personen mit besonderen Ausnahmeregelungen wie Lieferfahrzeuge, Rettungsdienste oder Menschen mit Behinderungen beschränken.

Die Pläne würden private Autos innerhalb der Ringbahn einschränken

Die Bewohner dürfen nur bis zu 12 Mal im Jahr ein Auto oder einen Lieferwagen für besondere Umstände wie einen Umzug benutzen.

Die öffentlichen Verkehrsnetze würden ausgebaut und Straßen neu gestaltet, um mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.

Das vorgeschlagene Gesetz zielt darauf ab, den CO2-Fußabdruck zu verringern

Ziel ist es, die Zahl der Verkehrsunfälle zu verringern, die Luftqualität zu verbessern und den CO2-Fußabdruck der Stadt zu verringern.

„Unser Gesetz verbessert die Lebensqualität aller Berlinerinnen und Berliner“, sagte Nina Noblé, eine der Organisatorinnen der Kampagne, in einer 2021 veröffentlichten Erklärung.

Visuals aus dem autofreien Berlin
Die Straße soll umgestaltet werden, um Fußgängern und Radfahrern Vorrang zu geben

„Wir wollen, dass die Menschen bei offenem Fenster schlafen können und Kinder wieder auf der Straße spielen können“, sagte sie.

„Besonders Kinder und Senioren sind durch Autos gefährdet. Auch Großeltern sollten sicher Fahrrad fahren können und genügend Bänke zum Verschnaufen haben.“

Die Kampagne erhielt mehr als das Doppelte der erforderlichen Unterschriften

Die Kampagne hat seit der Vorlage des Gesetzesentwurfs im Februar 2021 Fahrt aufgenommen.

Die Aktivisten benötigten 20.000 Unterschriften, um das Gerichtsverfahren offiziell einzuleiten, konnten jedoch 50.333 sammeln. Wenn die Stadt ihren Vorschlag ablehnt, müssen sie die Zahl auf 175.000 erhöhen.

Wenn die Stadt zu diesem Zeitpunkt ablehnt, wird der Vorschlag einer öffentlichen Abstimmung unterzogen.

Berliner Aktivisten
Der Umzug wird von der Interessengemeinschaft Berlin Autofrei vorgeschlagen

Eine ähnliche Kampagne war 2018 in Berlin erfolgreich. Nach einem Bürgerentscheid verabschiedete die Stadt ein Mobilitätsgesetz, das den Ausbau eines stadtweiten Radverkehrsnetzes vorschreibt.

Die Organisatoren von Berlin Autofrei sind der Meinung, dass noch mehr getan werden muss, um die Lebensqualität der Einwohner der Stadt zu verbessern.

Ihr vorgeschlagenes Gesetz umfasst sowohl Elektro- als auch Benzinfahrzeuge, da sie immer noch Umweltverschmutzung verursachen und Unfälle verursachen.

Obwohl die Stadt keine Kostenzahlen für die Pläne veröffentlicht hat, schätzen die Aktivisten, dass sie der Stadt jedes Jahr 420 Millionen Euro oder 350 Millionen Pfund einsparen werden.

„Der Senat hat keinen sinnvollen Transformationsplan hin zu einem nachhaltigen und gerechten Verkehr“, sagte Manuel Wiemann, ein weiterer Organisator.

„E-Busse und ein paar Kilometer Radwege in fünf Jahren reichen einfach nicht“, sagte er. „In Berlin sind zu viele Autos unterwegs, die durch Reifenabrieb die Luft verschmutzen, viel zu viel Platz einnehmen und unnötig Menschenleben gefährden, egal ob Elektro oder Diesel.“

Berliner Aktivisten
Der Vorschlag hat mehr als 50.000 Unterstützer gesammelt

Berlin ist nicht die einzige Stadt, die die Möglichkeit autofreier Straßen untersucht.

Oslo hat Autos seit 2017 langsam aus dem Stadtzentrum entfernt, Barcelona macht jede dritte Straße in seinem Stadtteil Eixample zu einer Fußgängerzone, und Paris veranstaltet regelmäßig autofreie Tage.

Die Pandemie hat noch mehr Städte, darunter London, New York und Mailand, dazu veranlasst, die Auswirkungen der Umwandlung von Straßen in Fußgängerzonen zu testen.

Die Vorschläge von Berlin Autofrei folgen einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Bericht aus dem Jahr 2014, der feststellte, dass 58 Prozent der Berliner Straßen vom Verkehr dominiert werden, obwohl Autos nur eine von drei Fahrten ausmachen.

Die Fotografie ist mit freundlicher Genehmigung von Berlin Autofrei. Hauptbild mit freundlicher Genehmigung von Shutterstock.

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